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Madhouse Magazin

Bongkopf-Kunde: Trichter, Zylinder, Siebkopf - welcher passt zu dir?

Der unterschätzte Unterschied zwischen den Kopfformen
09.09.2026 · 7 Min. Lesezeit
9. September 2026 durch
Bongkopf-Kunde: Trichter, Zylinder, Siebkopf - welcher passt zu dir?
Administrator

Der Kopf ist das Teil, das am schnellsten kaputtgeht, am häufigsten verschmutzt und am meisten über den Zug entscheidet. Und es ist das Teil, bei dem am wenigsten überlegt wird – meistens wird einfach der genommen, der dabei war.

Vier Bongköpfe unterschiedlicher Form nebeneinander
Zylinder, Mini, Trichter und ein Kopf mit Griff – vier Formen, vier unterschiedliche Handhabungen.

Was ein Kopf leisten muss

Er hält das Material, lässt Luft durch und leitet die Hitze nach unten – ohne dass etwas mitkommt und ohne dass er beim Anzünden selbst leidet. Klingt simpel, ist aber eine Frage von Volumen, Lochgröße und Wandstärke. Ein zu großes Loch lässt Material durch, ein zu kleines verstopft; eine zu dünne Wand nimmt jede Flamme übel.

Die Formen

FormMerkmalPasst zu dir, wenn …
TrichterWeite Öffnung, verjüngt sich nach unten… du bequem befüllen willst und ein Sieb nutzt
ZylinderGerade Wand, gleichmäßiges Volumen… du gleichmäßigen Abbrand magst
SiebkopfEingearbeitete Siebnut oder Glasfritte… du kein loses Sieb mehr wechseln willst
MiniKleines Volumen… du kleine Portionen bevorzugst
Mit Griff oder HenkelSeitlicher Glasgriff… deine Bong ein Kickloch hat oder der Kopf heiß wird
SpecksteinNaturstein statt Glas… du etwas Unzerbrechliches für unterwegs suchst

Die häufigste Wahl ist der Trichterkopf: Er lässt sich ohne Kleckern befüllen und arbeitet mit jedem Standardsieb. Zylinderköpfe brennen gleichmäßiger ab, weil die Wand nicht schräg zuläuft. Und wer das Wechseln von Sieben leid ist, kauft einmal einen Siebkopf – dort ist das Sieb Teil des Glases.

Glaskopf mit danebenliegendem Metallsieb
Unten im Kopf sitzt das Loch – ein Sieb darüber hält alles zurück, was nicht ins Chillum gehört.

Siebe: klein, billig, entscheidend

Verschiedene Siebe: Metallsiebe, Glassiebe und ein Hängesieb
Flache Metallsiebe, Glassiebe und Hängesiebe – alle machen dasselbe, halten aber unterschiedlich lange.

Metallsiebe sind der Standard: billig, in jeder Größe zu haben, leicht zu wechseln. Sie sollten flach im Kopf liegen und den Boden vollständig abdecken.

Glassiebe halten praktisch ewig, geben keinen Eigengeschmack ab und lassen sich mitreinigen. Sie sind etwas teurer und müssen zur Lochgröße passen.

Hängesiebe aus Edelstahl sind gewölbt und hängen im Loch, statt darauf zu liegen – dadurch bleibt mehr Luft frei.

Siebköpfe haben das Sieb als Nut oder Fritte im Glas. Kein Wechseln, kein Verrutschen, dafür ist die Reinigung Pflicht, weil sich das Sieb nicht herausnehmen lässt.

Die passende Siebgröße richtet sich nach dem Innendurchmesser des Kopfes, nicht nach der Schliffgröße. Übliche Maße sind 12 bis 20 Millimeter – im Zweifel den alten Kopf mitbringen oder ausmessen.

Schliff und Passform

Der Kopf steckt entweder direkt in der Bong oder oben im Chillum. In beiden Fällen zählt die Schliffgröße – meist NS 14.5 oder NS 18.8 – und die Richtung: Ein Kopf ist fast immer ein Kern, also das Teil, das hineingesteckt wird.

Wackelt der Kopf, ist selten die Größe schuld. Häufiger sitzt Harz im Schliff oder es wurde ein Kopf für eine andere Norm gekauft. Wer unsicher ist, misst den Konus an der weitesten Stelle: 14,5 oder 18,8 Millimeter – dazwischen gibt es nichts.

Material

Borosilikatglas ist der Standard: hitzefest, geschmacksneutral, gut zu reinigen. Achte auf ausreichende Wandstärke – dünnwandige Billigköpfe reißen bei der ersten kräftigen Flamme.

Speckstein ist praktisch unzerbrechlich und wird weniger heiß, dafür etwas poröser und schwerer zu reinigen. Gut für unterwegs.

Metall hält alles aus, gibt aber Wärme schnell weiter und kann den Geschmack beeinflussen. Heute eher selten.

Steckkopf oder Lift-Off?

Bongs mit Kickloch werden über das Loch geleert – der Kopf bleibt stecken. Bongs ohne Kickloch arbeiten nach dem Lift-Off-Prinzip: Man hebt den Kopf ab, um den Rauch durchzuziehen. Genau dafür sind Köpfe mit seitlichem Griff gemacht: Der Griff bleibt kühl, während der Kopf selbst heiß ist.

Ein zweiter Vorteil des Griffs: Er verhindert, dass das Chillum beim Abheben am Harz kleben bleibt und mit herauskommt.

Pflege

Köpfe verschmutzen schneller als jedes andere Teil, weil sie direkt an der Glut sitzen. Der einfachste Weg: einmal wöchentlich zusammen mit dem Chillum in eine verschließbare Dose legen, Reiniger oder hochprozentiges Isopropanol dazu, ein Teelöffel grobes Salz, verschließen und schwenken. Das Salz löst sich im Alkohol nicht, sondern schmirgelt mechanisch – das erledigt die Krusten, an denen Einweichen allein scheitert.

Danach gründlich spülen und trocknen lassen. Ein Sieb kommt gleich mit ins Bad; Glassiebe halten das problemlos aus.

Was du besser lässt

Keine Alufolie als Siebersatz. Haushaltsfolie ist oft mit Walzölen behaftet und hält der direkten Flamme nicht stand. Ein Metallsieb kostet Cent-Beträge – dafür lohnt kein Behelf.

Nicht abschrecken. Einen heißen Kopf unter kaltes Wasser zu halten, ist der schnellste Weg zum Sprung im Glas. Abkühlen lassen, dann reinigen.

Nicht mit Gewalt ziehen. Sitzt der Kopf fest, hilft Wärme an der äußeren Hülse und ein paar Tropfen Alkohol im Spalt – nicht Kraft am längeren Hebel.

Kein Kratzen im Kopf. Metallspitzen hinterlassen Riefen im Glas, in denen sich Harz danach noch schneller festsetzt.

Aus dem Laden

Wenn gerade kein Sieb da ist: ein kleines, ungemahlenes Stück als Pfropf direkt vors Loch setzen und den Rest darauf. Das hält die feinen Partikel zurück, brennt sauber mit und ist allemal besser als Alufolie.

Und der Kauftipp, der am meisten spart: Kauf zwei Köpfe. Einer ist immer in der Reinigung, einer im Einsatz – dann bleibt keiner tagelang verkrustet stehen, und die Reinigung wird nie zur Großaktion.

Häufige Fragen

Welche Schliffgröße hat mein Kopf?

Meist NS 14.5 oder NS 18.8. Am Konus an der weitesten Stelle messen – 14,5 oder 18,8 Millimeter, dazwischen gibt es nichts.

Welches Sieb passt?

Das richtet sich nach dem Innendurchmesser des Kopfes, üblich sind 12 bis 20 Millimeter. Die Schliffgröße sagt darüber nichts aus.

Trichter oder Zylinder?

Trichter lässt sich leichter befüllen, Zylinder brennt gleichmäßiger ab. Beides sind gute Alltagsformen.

Lohnt sich ein Siebkopf?

Wenn dich das Siebwechseln stört, ja. Dafür musst du ihn regelmäßig reinigen, weil sich das Sieb nicht herausnehmen lässt.

Warum wird mein Kopf so heiß?

Dünnes Glas und kleine Köpfe erwärmen sich schneller. Ein Modell mit Griff oder etwas mehr Wandstärke schafft Abhilfe.

Kann ich einen gesprungenen Kopf weiterverwenden?

Nein. Ein Riss im Glas wächst unter Hitze weiter, und der Bruch kommt dann meistens mitten im Zug.

Warum fällt mein Kopf immer heraus?

Entweder ist es die falsche Schliffgröße, oder der Schliff ist so verharzt, dass er nicht mehr sauber greift. Erst reinigen, dann messen.

Köpfe in allen Formen und Größen, dazu Siebe und Gummistopfen, findest du bei uns unter Bongköpfe.

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